10. April - Rugby

Waratahs-Spieler fängt den Ball (

)
Rugby ist Nationalsport in Neuseeland. Da lag es auf der Hand, dass auch wir über kurz oder lang uns ein Spiel anschauen. Es spielten die
Crusaders (in rot) gegen Waratahs (in blau). Die Crusaders sind Canterbury's Spitzenmannschaft und Heimspiele werden im AMI-Stadium ausgetragen, das nur zehn Autominuten von unserem Haus entfernt ist.
Wie schon beim
Kricket-Spiel habe ich mich anfänglich etwas schwer getan, dem Spiel zu folgen. Man sollte halt wissen, was die Spielregeln sind.
Das Video zeigt einen 44-Sekunden-Auszug des Spiels und endet mit einem seltsamen Fehler der Waratahs.
YouTube
16. April - Von der MAF kontrolliert

Kontrollsiegel der MAF (

)
MAF steht für
Ministry of Agriculture and Forestry. Jeder Tourist kommt direkt oder indirekt mit der MAF bereits am Flughafen in Kontakt noch bevor man durch den Zoll muss. Es wird kontrolliert, dass niemand illegale Substanzen einführt wie beispielsweise Frischnahrung (z. B. Obst) oder Bakterien und Mikroben (Dreck an Schuhen, Zelten oder Fahrrädern).
Einwanderer spüren die Präsenz der MAF noch stärker, spätestens dann, wenn der eigene Container zur Inspektion ansteht. Das hatten wir am eigenen Leib erfahren, siehe auch mein
Blog-Eintrag vom 16. November.
Doch besonders interessant scheinen Päckchen aus dem Ausland zu sein. Heute kam eines an und das war von der MAF geöffnet und durchsucht worden. Das war nicht nur am Kontrollsiegel, sondern auch an einer Informationsbeilage im Päckchen deutlich gemacht. Zum Glück war nichts Auffälliges für die Inspekteure dabei. Allerdings dürfte damit auch klar sein: Wer uns aus neuseeländischer Sicht illegale Waren zuschickt, riskiert auch, dass wir auf eine rote Liste gesetzt werden. Dinge wie Pflanzensamen, Aufputschmittel und Drogen also bitte nicht schicken, sondern persönlich vorbei bringen. Solltet ihr am Flughafen erwischt werden (Chance ist nahe der Hundertprozentmarke): Wir kennen euch nicht!
18. April - Netball

Haupteingang der Westpac Arena (

)
Neuseeland hat einige Sportarten zu bieten, die hierzulande beliebt aber in Deutschland weniger populär sind. Heute sind wir in die Westpac Arena und haben uns Netball angeschaut. Im Gegensatz zu
Kricket und
Rugby sind die Spielregeln vergleichsweise simpel und im Prinzip nach ein paar Spielminuten verstanden, ohne dass man das erklärt bekommen musste.
Gespielt wird in vier Quartes zu je 15 Minuten. Ziel ist, den Ball im Korb der gegnerischen Mannschaft zu versenken: so oft wie möglich. Der Sport erinnert stark an Basketball.

Wenige Sekunden vor dem Abpfiff (

)
Es spielten
Mercury Energy Tactix (in rot) gegen Waikato (in schwarz). Tactix ist die Netball-Mannschaft Christchurchs. Doch trotz kräftiger Unterstützung durch die Zuschauer haben die geladenen Gäste aus Waikato mit einem deutlichen Vorsprung gewonnen -
Endstand 53-36.
Am spannendsten waren aus meiner Sicht die männlichen Cheerleaders (auf dem vergrößerten Foto ganz rechts in gelb). Die haben völlig ungeniert vor dem Spiel und in den Pausen ihr Programm durchgezogen.
Das Video zeigt wie unsere Mädels einen Ball gegen Waikato versenken.
YouTube
24. April - Fußball

Nach dem Spiel: total kaputte Schuhe und klitschnass vom Regen (

)
Der Monat ist vom Sport geprägt. Doch diesmal habe ich mich selbst aufs Spielfeld gewagt. Ein Kollege von
Intergen meinte, er spiele Fußball und wenn ich mag, kann ich mitkommen. Die Mannschaft trifft sich am Samstag im
Ferrier Park. Das habe ich mir natürlich nicht zweimal sagen lassen und bin dort hin. Die ganze Woche war super Wetter doch heute regnete es in Strömen.
Mein Kollege hatte mir etwas verschwiegen. Es handelte sich um ein offizielles Spiel. "Macht nix", meinten die Leute und beim Anpfiff stand ich auf dem Feld. Ich wusste noch nicht einmal den Namen der Mannschaft, für die ich spielte, geschweige denn wer unser Gegner war. Mit meiner nicht existierenden Kondition habe ich es auch ein paar Minuten ausgehalten und bis zu meinem Wechsel stand es noch 0:0, etwas später zur Halbzeit dann 0:1 gegen uns.
Besonders interessant war der Unparteiische. Der musste irgendwann mal für kleine Jungs und drückte einem unserer Auswechselspieler die Pfeife in die Hand: "Hier, mach mal". Also stand ich später wieder auf dem Feld mit einem Schiedsrichter aus den eigenen Reihen. Doch diesmal gaben meine Schuhe auf. Vom linken Schuh löste sich die Sohle und mein Fuß rutschte heraus, siehe auch Foto. Gleiches begann mit dem rechten Schuh. Habe mich wieder auswechseln lassen. Ärgerlich.
Auf die Frage, ob die Kiwis in Neuseeland anderen Fußball spielen hieß es nur: "Nein, wir spielen nach FIFA-Regeln, allerdings etwas härter." Was das heißen sollte zeigte sich nach der zweiten Hälfte. Die endete mit einer 0:2 Niederlage, einem gegnerischen Spieler mit Platzwunde am Auge und einem von uns, der mit einem gebrochenem Arm ins Krankenhaus gefahren wurde - mit einem Dreiecksverband aus meinem Erste-Hilfe-Kasten. So etwas haben Kiwi normalerweise nicht im Auto dabei.