1. Januar - Neujahrsspaziergang

Interessante Felsformation (

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Das neue Jahr ging mit tollem Wetter und folglich einem ausgedehnten Spaziergang los. Wir haben uns ins Auto gesetzt und sind ein paar Kilometer nach Governors Bay gefahren. Das liegt südwestlich von unserem Haus. Hier sind wir in der Bucht ein paar Kilometer gelaufen und haben dabei unter anderem diese besonders ausgefallenen Felsformationen entdeckt.
Generell scheint sich die Gegend auch fürs Paddeln gut zu eignen. Das Wasser ist ruhig, die Buchten verschlungen und vereinzelt sind kleine und wohl einsame Strände zu sehen, die zu Fuß kaum oder nur schwer erreichbar sind.
Irgendwo haben wir dann eine nette Stelle am Wasser gefunden, wo wir mit selbst gebackenen Brownies gefrühstückt haben. Dann bin ich meinem neuen Schnitzprojekt nachgegangen. Diesmal soll es ein kleiner Kiwi werden. Habe mir hierfür wieder Schnitzwerkzeug gekauft. Aber entweder taugt das nix oder ich bin einfach zu grob. Zwei Klingen sind schon gebrochen - Finger sind glücklicherweise alle noch dran.
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3. Januar - Bridle Path

Aufstieg zur Gondola (

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Der Bridle Path führt von Lyttelton nach Christchurch. Vor etwa 150 Jahren haben Siedler diesen Pfad errichtet. Sie landeten nach monatelanger Schifffahrt im Hafen von Lyttelton und wanderten dann mit ihrem Hab und Gut gen Norden.
Nach drei Monaten sind wir endlich auch den berühmten Bridle Path gelaufen - zumindest eine Hälfte davon und mit Leckereien statt unseren Habseligkeiten. Unten findet ihr unseren Marsch.
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4. Januar - Wilde Kuh
Als heute Abend die Sonne langsam unterging, hämmerte und polterte es hinterm Haus. Ich also ans Fenster und geschaut, was da los war. Ich sah die wild gewordene Kuh meines Nachbarn. Die hat sich mit einer verrosteten Öltonne angelegt. Das kurze Video spricht für sich.
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5.1. - Erster Arbeitstag

Intergen: schnell gute Ergebnisse erzielen
Heute war mein erster Arbeitstag. Bin mit dem Bus in die Stadt und war gegen 9 Uhr im Büro. Der Niederlassungsleiter empfing mich und spendierte mir die ersten Stunden des Tages und erläuterte mir allerlei Wissenswertes rund um die Firma.
Ich arbeite jetzt für
Intergen LIMITED, ein Softwarehaus mit etwa 220 Mitarbeitern, Tendenz stark steigend. Wir sind zu hundert Prozent auf Microsoft-Technologien spezialisiert und einer der wenigen Microsoft Gold Partner im Land. Als Arbeitgeber ist Intergen seit Jahren unter den Top 10 der "Best Place to Work" und tut viel darum, dass das auch so bleibt.
Besonders viel Wert wird auf die Ausbildung gelegt. Zertifizierungen gehören nicht nur zum guten Ruf, sondern sind nahezu ein Muss. So darf ich die ersten Tage mit Training in mir neuen Microsoft-Technologien verbringen.
Einige meiner neuen Kollegen sind wie ich irgendwann mal eingewandert, viele von ihnen aus Großbritannien, einer aus Holland, einer aus Sri Lanka. Insofern bin ich gleich doppelt herzlich willkommen - und mein miserables Englisch ist scheinbar kein allzu großes Problem.
Der erste Tag war zweifelsohne ein bombiger Einstieg. Ich bin gespannt, was noch so auf mich zukommt.
7. Januar - Kleiner Stadtlauf
Zwei Kollegen haben mich gestern gefragt, ob ich nicht mit ihnen laufen möge. Also habe ich meine Laufsachen eingepackt und wir sind in der Mittagspause durch sonnige Parkanlagen der Stadt gelaufen. Das war eine schöne Abwechslung zum klimatisierten Büro, allerdings ist mir danach nicht mehr wie arbeiten zumute gewesen - völlig fertig und durchgeschwitzt. Ich glaube, mittags Sport treiben ist dann doch nicht meins, dann lieber nach der Arbeit.
14. Januar - Weihnachten im Januar

Verspätete Weihnachtsüberraschung (

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Heute früh lag vor unserer Tür ein Päckchen aus Deutschland: Weihnachtspost von meiner Mum. Sie hatte das Geschenk zwei Monate zuvor abgeschickt. Na was für eine Überraschung. Daaaanke!!
Kurz darauf klingelte es an der Tür. Ein weiteres Paket wurde geliefert. Ich hatte etwas Hardware für unseren Internetzugang bestellt. Bei so viel Bescherung gab's am Nachmittag schönen selbst gebackenen Kuchen und Cappuccino und vor Freude glitzernde Augen.
16. Januar - sTeam-Überraschung

Liebevoll signierte Erinnerung an meine Redaktionszeit (

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Na war das eine Überraschung! Meine Redaktionskollegen der sTeam(*) hatten mir einen von meinem Lieblings-Comic-Zeichner Dirk persönlich signierten Volleyball zugeschickt. Das wird wohl der erste Volleayball werden, der nicht zum Spielen hergenommen, sondern einen Sonderplatz bekommen wird.
(*) Die letzten Jahre bei
Capgemini sd&m war ich in der Redaktion der sTeam vertreten, eine interne Zeitschrift für die Mitarbeiter unseres Unternehmens. Wir haben die wohl einmaligste Zeitschrift des Landes, vielleicht sogar im ganz deutschsprachigen Raum produziert. Das Team war irre und hielt in allen Belangen fest zusammen. In den über zwölf Jahren meiner beruflichen Laufbahn habe ich mit keinem stärkeren Team zusammengearbeitet. Es ist mir unheimlich schwer gefallen, diese dufte Truppe verlassen zu müssen. Ich werde euch und diese tolle Überraschung nicht vergessen; liebe Redaktion: DANKE!
26. Januar - Keyboard

Neuseeländische Tastatur (

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Als IT'ler bin ich seit Jahren gewöhnt, mich an neue Situationen anzupassen. Aber eines hat sich in den letzten Wochen als überaus schwierig herausgestellt: die neuseeländische Tastatur. Die Buchstaben sind zwar fast alle auf der gleichen Position wie bei der deutschen Tastatur, auch die Zahlen sind gleich, aber alles andere hat einen anderen Platz: Punkt, Komma, @, Klammern, Schrägstriche, Plus und Minus, Unterstrich, Prozentzeichen, etc - ja sogar die Enter-Taste ist verschoben. Die AltGr-Taste fehlt ganz. Übel ist es dann, wenn ich versuche, deutsche Texte zu schreiben, denn einige Zeichen gibt es überhaupt nicht, so beispielsweise ä, ö, ü und ß (logisch), aber auch das Euro-Zeichen, einige Apostrophe und andere.
Vom Prinzip ist die Umstellung kein Problem, meinte ich. Doch während ich mich im Büro an die neue Anordnung gewöhnte, hatte ich später daheim regelrecht Probleme, meine deutschen Tasten wieder zu finden. Und dann am nächsten Tag im Büro das gleiche Spiel. Heute war damit Schluss. Habe mir eine neue Tastatur gekauft, angeschlossen, das Betriebsystem auf Englisch umgestellt und siehe da, so langsam komme ich wieder klar.
Doch wie es aussieht, werde ich wohl noch eine weitere Investition tätigen müssen. Denn auf meinen Computern läuft noch immer deutsche Software. Das Problem ist, dass sehr viele der sogenannten Shortcuts (also Tastenkombinationen) schlicht anders sind. Wenn ich auf meinem heimischen Rechner zum Beispiel einen neuen Ordner anlege, so ändert das auf meinem Bürocomputer die Ansicht im Explorer. This drives me nuts! Das wird über kurz oder lang dann wohl meine Ausrede sein, mich einfach komplett mit neuer Software einzudecken.
28. Januar - Grüße aus Hamburg

Ein Zug passiert Heathcote (

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Unweit von unserem Haus verläuft eine Bahnschiene. Diese verbindet Lyttelton (Schiffshafen) mit Christchurch. Hier werden vor allem drei Dinge transportiert: Kohle, Passagiere und Container. Heute hatten wir ganz besondere Passanten mit Grüßen aus der alten Heimat.
A prospos Kohle: Auch wenn hier viel davon abgebaut wird, verbrannt wird es anderswo auf der Erde, vorrangig in Asien. In Neuseeland wird Energie aus regenerierbaren Quellen gewonnen, vorrangig aus Wasser- und Windkraft. Kohleverbrennung oder Kernkraftwerke gibt es nicht.
30. Januar - Fahrradtour

Sonnenanbeter in der Pause (

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Obwohl der Sommer von den Einheimischen als einer der kältesten seit zig Jahren überhaupt angesehen wird, hat es uns mal wieder in die Sonne getrieben (wie so oft): Fahrräder aus der Garage geholt und ab ans Wasser. Bin in Erinnerung an meinen deuschen Arbeitgeber sd&m in passender Montur gefahren. Obwohl mit fast 2.000 Mitarbeiter gar nicht so klein, kennt man hier unten sd&m überhaupt nicht, wohl aber die französische Mutter Capgemini. Die hatte in Neuseeland sogar mal ein paar Niederlassungen, die jedoch von HP aufgekauft wurden.
Im Hintergrund vom Bild sieht man Southshore, eine sehr schmale Halbinsel die zu Christchurch gehört (aufs Bild klicken, um das deutlicher zu sehen). Außer ein paar Wohnhäuser und einen tollen Strand auf der anderen Seite gibt es dort nichts. Sollte hier mal eine Vier-Meter-Tsunami-Welle aufschlagen, wäre so ziemlich alles weg, was jetzt noch zu sehen ist.
31. Januar - Buskers Festival

Straßenkünstler (

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Ein ganz besonderes Ereignis ist das alljährliche Buskers Festival. Zwei Wochen lang werden an mehreren Plätzen Darbietungen geboten, vor allem von lokalen Straßenkünstlern.
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Wir haben uns unters Volk geschmissen und am letzten Tag des Festivals ein paar Stunden in der Stadt zugebracht. Ganz besonders schräg waren zwei Australier drauf: Mit einer bunten Mischung aus Akrobatik, Humor und und Situationskomik hielten sie eine halbe Stunde lang bei brütender Hitze die Leute in Stimmung. Einen kleinen Auszug zeigt der folgende Film.
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