1. September - Haus meiner Gastfamilie

Aussicht vom Haus meiner Gastfamilie (

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Ich wohne vorrübergehend in
Sumner, einem Ortsteil von Christchurch. Viele Häuser haben hier eine wunderbare Sicht aufs Meer und bei gutem Wetter auf die Südalpen. So ist das auch bei meiner Gastfamilie: Sie besitzt ein kleines Haus mit einer Terasse. Gen Osten überblickt man einen Teil von Sumner, dahinter breitet sich der Südpazifische Ozean aus. Gen Norden offenbart sich eine Steilhangwiese, auf der Schafe und Ziegen weiden - eben typisch Neuseeland.
Heute bin ich im Wesentlichen recht zahm gewesen. Bin mit dem Bus in die Innenstadt zur Schule gefahren: morgens Gruppenunterricht, nachmittags ein Privatlehrer. Danach bin ich in Sumner auf der Strandpromenade spaziert und war ein klein wenig einkaufen. Am Abend begann ich, erste Vorbereitungen für den Kauf eines Autos und die Anmietung eines Hauses zu treffen.
4. September - Bankkonto eröffnet

Meine erste EFTPOS-Karte (

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Noch in Deutschland habe ich nach einer Bank Ausschau gehalten, die für mich interessant sein könnte. Da waren natürlich auch die ganz großen wie
ANZ und
Westpac auf meiner Liste. Entschieden habe ich mich letztlich für die
Kiwibank. Sie ist zu 100 % in Kiwihand und Einlagen sind staatlich garantiert, da das Land der Eigner ist. Das ist bei den Privatbanken anders: Geht eine Pleite, ist dein Geld auch mit weg. Außerdem findet man die Kiwibank in jeder Postfiliale - und die gibt es quasi überall. Außer mit Kreditkarten zahlt man in Neuseeland auch gern mit EFTPOS, also habe ich mir eine entsprechende Karte bestellt. Die kam heute an.
5. September - Frühling kommt

Blühende Natur mitten in der Stadt (

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Da ich direkt in der Innenstadt von Christchurch zur Sprachschule gehe, komme ich kaum umhin, auch täglich durch die Stadt zu schlendern. Obwohl es teils etwas kühl ist, erwacht die Natur und Bäume und Sträucher wie die auf dem Foto findet man inzwischen überall. Die Stadt badet in bunten Blüten und da schmeckt mir eine Hot Chocolate von Starbucks gleich doppelt so gut.
A propos Ich lasse es mir gut gehen: Die Lebenshaltungskosten sind in punkto Ausgehen vergleichsweise niedrig. So kostet die Hot Chocolate nur halb so viel wie in Deutschland, schmeckt aber genau so gut. Und auch ein leckeres Abendessen samt Getränk bekommt man für um die 15 Euro.
8. September - Englisch aufpeppen

Entspannte Atmosphäre im Unterricht (

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Obwohl ich schon 2002 acht und 2006 sechs Wochen zur Sprachschule gegangen bin, habe ich mir gedacht, das auch dieses mal zu tun. So komme ich am schnellsten wieder in die Sprache rein, nutze meine Zeit sinnvoll und knüpfe Kontakte.
Ich habe mich für das
Canterbury Language College entschieden, eine Sprachschule mitten in der Innenstadt. Die Schule habe ich noch in Deutschland gebucht, allerdings direkt und nicht wie bislang üblich über ein Reisebüro. Das wäre zwar auch möglich gewesen, allerdings konnte ich so besser meine Konditionen aushandeln, unter anderem musste ich keinen Einstiegstest absolvieren.
Das Bild zeigt meinen Lehrer Anton (ganz rechts). Am Tisch sitzen drei Mitstudenten und spielen eine spezielle Version von Scrabble.
12. September - Southshore

Strand am Rand von Christchurch (

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Strände wie diese sind in Neuseeland natürlich keine Besonderheit. Trotzdem begeistert mich immer wieder, wie allein man hier ist.
Heute bin ich einem neuseeländischem Hobby nachgekommen: House Hunting (Haussuche). Für mich ist das allerdings ein Muss, denn ich möchte gern in meinen eigenen vier Wänden wohnen. Ein interessantes Haus stand in
Southshore, einem Ortsteil von Christchurch und nur wenige Meter von dem Platz entfernt, wo ich dieses Foto aufgenommen habe. Trotz der fantastischen Lage - genial zum Laufen und Radeln - habe ich mich aber gegen das Haus entschieden: zu alt, zu kalt und zu abgewohnt. Die Suche geht also weiter.
13. September - Car Hunting

Selten: halbwegs aktueller Diesel-PKW (

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Was ich unterschätzt habe ist, wie schwierig man an ein Diesel-Fahrzeug mit manueller Schaltung kommt. Nur etwa jedes zehnte Fahrzeug ist ein Diesel, meist ein schwerer Truck oder eine fünfzehn Jahre alte Gurke ohne Airbags, geschweige denn mit ASB, ESP oder dergleichen. Manche Hersteller bieten seit ein paar Monaten Diesel an, allerdings nur niegelnagelneu. Das heißt dann auch gleich, viele Zehntausender auf den Tisch blättern und man bekommt nur ein Einstiegsmodell ohne Alles.
Ein Händler hatte tatsächlich einen halbwegs aktuellen Diesel-Kombi verfügbar, wenn auch nur mit Automatikschaltung, siehe Bild. Wie üblich wurde mir das Auto als Spitzenmodell zum Sonderpreis angepriesen. Der 407 hattet tatsächlich alles, was man sich nur wünschen kann, einschließlich einem Panoramadach - Neupreis vor vier Jahren war $80.000. Was er allerdings verschwiegen hatte, zeigte sich auf der Probefahrt: Neben allerlei Auffälligkeiten funktionierten nur vier Gänge und das Fahrzeug lenkte selbstständig nach links. Ich also zurück mit "Nein danke". Trotzdem versuchte der Händler, mir das krumme Import-Fahrzeug weiter anzudrehen. Da stand dann auch meine Entscheidung fest, bei einem Markenhändler zu kaufen, der mir entsprechenden Service und eine Garantie bieten kann.
19. September - Godley Head

Christchurchs östlichste Spitze (

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Wochenenden sind zum Entspannen da. Also noch etwas mehr entstannen als unter der Woche, meinen die Kiwis. Unter der Woche bin ich bei Händlern vorbei geschneit und hatte einen niegelnagelneuen Toyota RAV4 zur Probefahrt. Ich also ab damit und ein paar wilde Steilhangstraßen ab zum östlichsten Punkt in Christchurch:
Godley Head. Hier gibt es ein paar schöne Wanderpfade. Die Gegend ist wegen der Aufwinde an den Steilhängen bei Paraglidern und Parachutern beliebt.
22. September - Erster Regen

Cathedral Square im Regen (

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Wer das Foto genauer betrachtet, mag über den Himmel erstaunt sein. Aber das ist in Christchurch normal: blauer Himmel, die Sonne lacht und es schüttet wie aus Eimern.
So ist das auch heute gewesen. Ich war zufällig im Stadtzentrum auf dem
Cathedral Square. Plötzlich goss es Bindfäden. Das Spektakel dauerte nur zehn Minuten. Ich war klitschnass. Ich habe das trotzdem genossen, war es doch mein erster Regen hier unten.
25. September - Auto gekauft

Mein neues Hippel (

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Nach den USA besitzen die Neuseeländer die meisten Autos pro Einwohner. Das hat ein paar ziemlich einfache Gründe: Die Entfernungen zwischen den Orten sind vergleichsweise groß, die öffentlichen Verkehrsmittel sind rar und der Trieb nach Freiheit ist unbändig. Also bin auch ich los gezogen und habe mir ein passendes Auto gekauft. Nach Vorbild der Kiwis ist es ein Asiate, dem Land entsprechend ein Allradfahrzeug mit Automatik und Sicherheit nach deutschem Standard.
Die Unterhaltung eines Autos ist vergleichsweise günstig. Der Sprit kostet derzeit umgerechnet 0,78 Euro pro Liter - bei fallenden Preisen. Und auch Versicherungen sind günstig. Meine Premium-Rundumsorglos-Versicherung (Haftpflicht, Vollkasko, Pannenhilfe usw.) für dieses Auto kostet nur ein Bruchteil dessen, was ich in Deutschland für meinen alten Kombi löhnen musste. Hier hat sich auch ausbezahlt, dass ich aus Deutschland einen Nachweis über meine Versicherungshistorie mitgebracht habe.

Einsamer Hunde am Strand (

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Nach dem Abholen meines Autos bin ich wieder zum Strand - noch reizt mich das jeden Tag. Auch Tierliebhaber kommen hier ganz auf ihre Kosten und können mit ihren Vierbeinern spazieren gehen. So einsam wie auf dem Bild war es heute aber nicht. So mancher Stöckchenwerfer, Spaziergänger und Läufer war auf dem Sand zu beobachten.